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Einblicke in die sexuelle Biografie
Auf unser Mitmach-Projekt zu Aufklärung und Sexualität meldeten sich im Sommer 2024 Menschen aus ganz Deutschland. 28 Geschichten waren in der Ausstellung in Frankfurt zu hören. Hunderte weitere wurden an einer interaktiven Station in der Ausstellung schriftlich festgehalten. Was wir davon lernen können, erfährst du hier.
Euer Feedback zur Ausstellung
Über 1000 Menschen haben uns Feedback zur Ausstellung Apropos Sex gegeben. Die zentralen Erkentnisse haben wir für euch zusammengefasst.
5 Fragen an … kuratorische Leitung Julia Marzoner
Für “Apropos Sex” hat Julia Marzoner in Archiven gestöbert, Konzepte ent- und verworfen und mit unzähligen Menschen über Sex gesprochen. Was dabei am meisten Spaß gemacht hat und was dey sich für Gespräche über Sexualität wünscht, beantwortet dey in unseren “5 Fragen”.
Algospeak: Digitale Sprachkultur oder Selbstzensur?
Social-Media Plattformen schränken die Reichweite von Inhalten ein, die sie als „sensibel“ einstufen. Aus “Sex” wird dann S€X, Seggs oder 6. Warum das für uns keine Option war und welche Erfahrungen wir damit gemacht haben.
„Laut & klar. Deine Stimme, deine Grenzen.“ Berührende Ergebnisse einer Projektwoche
Laut und Klar. Im Juli 2025 treffen bei einer Projektwoche zur Ausstellung „Apropos Sex“ Mädchen und Frauen zwischen 13 und 27 Jahren aufeinander. Ehrlich, kreativ und wütend beschäftigen sie sich mit den Themen Körper, Konsens und Sexuelle Bildung.
CSD-Deutschland: “Wir sind in einer Phase, in der es um das Verteidigen des schon Erreichten geht”
Der Christopher Street Day (CSD) findet nicht nur auf den Straßen, sondern auch in unserem Museum statt. Pressesprecher Sebastian Reggentin von CSD Frankfurt e.V. spricht mit uns darüber, ob rechte Anfeindungen auch in Frankfurt spürbar sind und was er sich von der Mehrheitsgesellschaft wünscht.
“Wer über Sex spricht, spricht über das Leben – und das ist nie langweilig” – Hörtipp zur Ausstellung
Eine Gruppe Studierender hat unsere Ausstellung besucht und ihre Eindrücke in einem Audiobeitrag festgehalten. Zu Wort kommen Kurator:in Julia Marzoner und verschiedene Besucher:innen. Jetzt reinhören!
Was packt eine Sexualbegleiterin in ihren Koffer?
In unserer Ausstellung hat der grüne Koffer von Pamina einen besonderen Platz gefunden – und das nicht ohne Grund. Der Koffer verrät einiges über ihre Arbeit als Sexualbegleiterin. Im Interview erzählt uns Pamina, wann eine Sexualbegleitung sinnvoll ist, was bei einem Treffen mit ihr passieren kann und was sich politisch ändern müsste.
Johanna, wie ist es eigentlich, ein Volontariat in einer Sex-Ausstellung zu machen?
Johanna Krompos durfte als wissenschaftliche Volontärin die Kuration und das Ausstellungsmanagement unserer Ausstellung „Apropos Sex” unterstützen. Einige Stationen hat sie sogar – mit Unterstützung – selbst kuratiert. Was sie dabei gelernt hat und an welchen Stellen sie auch mal schmunzeln musste, teilt Johanna mit uns in diesem Beitrag.
Ich bin VIELE! Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen am 8. März
Unerreichbare Körperbilder, Mutter-Tochter Beziehungen und queere Mutterschaft. Zum queer-feministischen Kampftag am 8. März verwandelte sich unser Museum zu einer Bühne für Autorinnen des Sammelbands „Ich bin VIELE! Neue ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ des S. Fischer Verlags. Ein Bericht zur Buchpremiere.
Freuds Phasenmodell: Umstritten aber einflussreich
Freuds Phasenmodell ist im Bereich „Aufgeklärt“ Platz in unserer Ausstellung prominent platziert. Trotz einiger berechtigter Kritik haben wir uns dazu entschieden, denn auch heute noch begegnen uns Bezüge zum Phasenmodell in Büchern und Broschüren zur sexuellen Bildung von Kindern. Dieser Blogbeitrag ist der Versuch, das Modell einzuordnen.
Transnormal: Manuela Mock ist Mietfreundin für ein paar Stunden
Unter dem Namen Transnormal eröffnete Manuela Mock vor 20 Jahren die erste „Damenboutique für den Herrn“ an Frankfurts Baseler Platz. Zu ihren Kund:innen gehören vor allem Transvestiten, also meist Männer, die gerne mit weiblich gelesenen Geschlechtsattributen spielen, aber auch trans Frauen. Ein Gespräch über ihre Arbeit, den Mut, zu seinen Bedürfnissen zu stehen und die Frage, was eigentlich „normal“ bedeutet.
Catcalls of Frankfurt: Sexismus Ankreiden
Das Kollektiv Catcallsofffm macht sexualisierte Belästigungen auf Frankfurts Straßen sichtbar. In unserer Ausstellung zeigen wir einige der angekreideten verbalen Übergriffe. Welche Erfahrungen das Kollektiv dabei gemacht hat, teilen catcallsofffm in einem Gastbeitrag.
11. Oktober: Internationaler Coming-Out-Tag
Vor 36 Jahren, am 11. Oktober 1988, veranstalteten Aktivist:innen in den USA erstmals den nationalen Coming Out Day. Tausende von schwulen und lesbischen Amerikaner:innen ließen ihre Namen in Zeitungen veröffentlichen, um ein Zeichen für Sichtbarkeit und Gleichberechtigung zu setzen. Heute erinnert der 11. Oktober weltweit an die Bedeutung des Coming-Outs.
Nur rein raus? Wo vielfältige Praxis auf eindimensionale Sprache trifft
Knick-Knack, Matratzensport, bumsen, knallen, ficken. Zu wenigen Aktivitäten fallen uns wohl so viele Metaphern ein, wie zum Thema Sex. Für eine Station in unserer Ausstellung haben wir einige Sexwörter gesammelt. Was dabei auffällt? Unser Sexvokabular kennt vor allem eine Perspektive: Sie ist männlich, heterosexuell und penetrationszentriert. Dabei bleibt einiges unsichtbar.
Wir stellen vor: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ausstellungsarbeit ist Teamarbeit, deswegen tragen viele verschiedene Institutionen zu den Inhalten von “Apropos Sex” bei. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist eine von ihnen. Aber was macht die BZgA eigentlich und welche Rolle spielt sie für “Apropos Sex”? Wir stellen euch eine wichtige Partnerin vor.
Pimpern, Jaxxen, Schniedelwutz und andere kuriose Recherchegegenstände – Die Entstehung einer Ausstellungsstation
Für „Apropos Sex“ haben wir Stationen erarbeitet, in denen wir hinter die Ursprünge und die Verwendung vieler Sexwörter blicken. Konkret schauen wir dabei auf Metaphern für „Sex haben“, „Masturbieren“, „Penis“, „Vulva“ und „Orgasmus“. In diesem Beitrag erzählen wir euch, wie es uns dabei ergangen ist.
5 Fragen an … Noa Lovis Peifer und Linu Lätitia Blatt von glitterclit
Noa und Linu bilden zusammen das sexualpädagogische Kunstkollektiv „glitterclit“. Sie schneidern glitzernde, anatomisch korrekte Genitalmodelle und teilen ihr Wissen in Workshops und Vorträgen. Ihre Modelle „Viola die Vulvina“ und „Penelope Penoden“ haben in unserer Ausstellung Platz gefunden. Wir haben glitterclit gefragt, was es mit den glitzernd-plüschigen Modellen auf sich hat und wie man sein “Untenrum” eigentlich benennen sollte.
Ausstellungstexte: Von inklusiver Sprache und Zeichenlimits
Niemand kommt nur zum Lesen ins Museum, und doch gehört der Ausstellungstext zum Erlebnis einer Ausstellung dazu. Diese Texte entstehen nicht über Nacht, sondern durchlaufen einen langen Redaktionsprozess. Im Rahmen unserer Rubrik “Behind the Museum” zeigen wir euch, was wir dabei alles mitdenken.
Deine Aufklärungsgeschichte(n) im Museum
Wie wurdest du aufgeklärt? Erzähle uns deine Geschichte und werde Teil der Ausstellung „Apropos Sex“. Für ein Mitmach-Projekt mit dem Titel „Aufklärungsgeschichte(n)“ suchen wir nach Interviewpartner:innen, die Lust haben, von ihrer Aufklärung zu berichten oder erzählen möchten, wie sich ihre Sexualität im Laufe ihres Lebens verändert hat.
Sag‘s mit unseren Früchtchen! Die lange Geschichte fruchtiger Sexualmetaphorik
Von der Keilschrift über Barock-Gemälde bis zur Banane im Aufklärungsunterricht – an Beispielen von fruchtig-sexueller Bildsprache mangelt es in unseren Archiven nicht. Und seit den 2010er- Jahren sind mehrdeutige Früchte mit der Emoji-Sprache auch in unsere digitale Kommunikation eingezogen. Unsere Ausstellungsfrüchtchen reihen sich in diese Tradition ein. Was wir uns dabei gedacht haben, erfahrt ihr hier.
5 Fragen an … Fabian Karrer, Gründer von Studio Erika
Ein Museum weiß, wie man Ausstellungen verwaltet, Kurator:innen wissen, wie man Ausstellungsinhalte füllt, aber wer denkt sich die lustigen Früchtchen auf dieser Website aus und überlegt sich, wie die Objekte in der Ausstellung präsentiert werden sollen? Fünf Fragen an Fabian Karrer von Studio Erika, der Designagentur für „Apropos Sex“.
Ausstellungsgestaltung: Vom Konzept zum Raumerlebnis
Wenn ihr in der Ausstellung durch Paravents schreitet, die bunt illustrierten Vorhänge bewundert und in einer Fotostation ein Selfie macht, dann hat unser Gestaltungsbüro dies detailliert geplant und beauftragt. Es entwickelt gemeinsam mit dem Museumsteam konkrete Gestaltungsvorschläge. Stück für Stück wird so aus einem Konzept auf Papier ein Raum zum Erleben.
Apropos, wie entsteht eigentlich ein Ausstellungstitel?
Das Thema der neuen Sonderausstellung steht fest und nun muss ein Ausstellungstitel her! Es soll um Sex, Medien und Kommunikation gehen. Aber wie vereint man diese drei thematischen Säulen in einem spannenden Titel? Hier erfahrt ihr, wie aus vielen Ideen ein Ausstellungstitel wurde.
Wie der Sex ins Museum kam
Sex im Museum – was nach bildungsbürgerlichem Kopfkino klingt, steht ab Oktober 2024 im Museum für Kommunikation Frankfurt auf dem Ausstellungsprogramm. Diese Themenwahl mag in einem Haus der Museumsstiftung „Post und Telekommunikation“ erst mal irritieren. Warum „Sex“ im Kommunikationsmuseum aber goldrichtig ist und wie es von der ersten Idee zur konkreten Ausstellungsplanung kam, darauf wollen wir in diesem Beitrag blicken.

























